MITGLIEDER STELLEN SICH VOR!

Mario Andreotti, geb. 1947, Prof. Dr., Studium der Germanistik und Geschichte in Zürich; zahlreiche fachwissenschaftliche Beiträge in Büchern und Zeitschriften vor allem zur literarischen Moderne; lebt heute als Lehrbeauftragter für Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität St. Gallen, als Gastdozent für neuere deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg in Feldkirch sowie als nebenamtlicher Dozent für Literaturwissenschaft an der Fachhochschule für Angewandte Linguistik in Zürich. Daneben ist er Referent in der Weiterbildung für die Mittelschullehrkräfte des Kantons St. Gallen und Mitglied verschiedener Literaturkommissionen, u.a. der Kulturkommission der Internationalen Bodenseekonferenz und des Preisgerichtes für den Bodensee-Literaturpreis der Stadt Überlingen. Von seinen Publikationen sind die beiden folgenden, im Paul Haupt Verlag Bern, Stuttgart, Wien erschienenen Sachbücher zum Wesen moderner Dichtung am bekanntesten geworden:
-  Die Struktur der modernen Literatur. Neue Formen und Techniken des Schreibens:  Erzählprosa und Lyrik. Uni-Taschenbücher 1127.
Das Buch ist eben in fünfter, vollständig neu bearbeiteter und aktualisierter Auflage erschienen.
-  Traditionelles und modernes Drama. Uni-Taschenbücher 1909, 1996.

Mario Andreotti wurde 2016 mit der Rudolf-Descher-Feder ausgezeichnet.

 

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Maria M. Bengtson-Stier

  

  wurde in Alzey/Rheinhessen geboren, lebt aber seit Ihrer Heirat im Jahre 1961 in Malmö, Schweden.
Geschrieben hat die Autorin seit ihrer Schulzeit. Zuerst waren es kleinere Naturbeschreibungen und Gedichte in Lokalzeitungen, verschiedentlich auch in größeren Zeitschriften.
Ihr erster Roman wurde im Jahre 1962 im Moewig Verlag veröffentlicht. Es folgte eine Periode, in der sich Maria Bengtsson Stier der Malerei und der Musik widmete. Es entstanden eine Reihe Ölgemälde und neben dem Gitarrenspiel schrieb sie eigene Songs und auch die Liedtexte dazu (meistens auf schwedisch).
Im Jahre 1979 erschien in Schweden die Schallplatte "Bryggan till ditt Hjärta" (Die Brücke zu deinem Herzen).
1989 erschien der erste Lyrikband "Jeder Tag ein Geschenk" mit eigenen Federzeichnungen. Das Büchlein wurde in Stockholm gedruckt.
Nachdem die 1962 geborene Tochter herangewachsen war, widmete sich die Autorin ernsthaft und endgültig der Schriftstellerei.
Maria Bengtsson Stier schreibt Romane, Erzählungen, Kindermärchen, Lyrik, Haiku, Mundart.
Maria Bengtsson Stier ist Mitglied im "Författarcentrum Syd" in Malmö und im Författarsällskap in Lund.

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Paul-Bernhard Berghorn

 

*1957, D, wuchs in einer Musikerfamilie auf. Der ausgebildete Musikalienhändler und dipl. Sozialpädagoge lebt in Zürich, wo er im Schweizerischen-Epilepsie-Zentrum tätig ist.

Seine fragile, nuancierte Lyrik drückt auf äusserst reduktive und doch sprachlich musikalische Weise sensible Beobachtungen, Atmosphären, Augenblicke seelisch-emotionaler Tiefen aus. In der Andeutung, im Augenblick – und dazu zählt Berghorn das Gedicht – ein Nicht-Ende zuerleben. Das Motiv des Augenblicks, hier sind seine musikalischen Wurzeln, der Vater war Komponist, unüberlesbar – kehrt bei Berghorn stets variantenreich wieder. Die Reduktion gepaart mit leiser Ironie bis hin zum sarkastischen Staccato zeigt sich auch in seinen Aphorismen, einer Literaturform, mit der sich der Autor zunehmend auseinandersetzt. In seinen Essays setzt er sich auf vielfältige Weise mit der Kunst auseinander. Sei es mit der Musik, der Malerei oder mit deren Wirkung. Das Grundsätzliche beschäftigt ihn essayistisch ebenso, wie er in dieser, als auch in satirischer Form Stellung zu Zeitfragen und Kritik am Zeitgeist formuliert. Darüber hinaus reflektiert er in schriftstellerisch lebendiger Form seine ausgedehnten Reisen. Abgerundet wird sein vielschichtig kreatives Wirken unter anderem dadurch, dass er sich auch dem Schreiben von Geschichten für Kinder widmet. Berghorn ist freier Mitarbeiter verschiedenster  Kulturzeitschriften.

Im Jahre 2014 war er Präsident der PRO-LYRICA, Schweizerische Lyrische Gesellschaft, Schaffhausen.

 

Lyrik  (Auswahl)

Scherzo – Gedichte über Komponisten, Visualisierung Ursula Berghorn, Malerin,


Verlag artepura-puraarte, Zürich 2014


  

Licht getragen von Säulen – Gedichte über die Vila San Michele auf Capri, Italien

Photos von Jaciara Ferreira Salvador/Brasilien
 

Verlag artepuara-puraarte, Zürich 2013


  

Das wohltemperierte Wort – Aphorismen, Lyrik,

Visualisierung Ursula Berghorn, Malerin


Verlag artepura-puraarte, Zürich, 2013


  

Der Tod ist ein Don Juan – Gedichte und Aphorismen


Verlag artepura-puraarte, Zürich 2011


 

Stich-Worte- Aphorismen 


Verlag artepuara-puraarte, Zürich, 2010


  

Wo der Wind verweilt – Gedichte über Brasilien,

Illustriert mit Aquarellen und Zeichnungen von Jaciara Ferreira, Brasilien

Verlag artepura-puraarte, Zürich 2000
 

 

Stimmen der Stille – Gedichte


Edition L, Lossburg 1991

  

Siehst du den Abend noch? Gedichte

Bläschke Verlag 1983

 

 

Prosa (Auswahl)

  

Anfänge der modernen Lyrik in «In Allem>›, Essays und Gedichte,

 

25 Jahre Pro Lyrica», 
Schaffhausen 2013


  

Das Lächeln der Eva oder warum Adam in den Apfel biss, Glossen, Satiren, 


            Verlag artepura-puraarte, Zürich 2007

 

 

 

Fragmentarische Gedanken zur Kunst, Essay

 

 

Frieling Verlag Berlin, 2004

 

 

 

Farb-Polyphonie, Einführung in das Bildnerische Werk von Ursula Berghorn,

 

Schwester des Autors

 

Verlag artepura-puraarte, Limitierter Druck, Zürich, 2001

 

 

 

Was ist Improvisation, Essay

 

Verlag artepura-puraarte, 1998

 

 

 

Über das Schweigen, Essay-Sammlung

 

Verlag artepura-puraarte, 1998

 

 

 

 

Kritiken (Auswahl)

«... besonders erwähnenswert sind schließlich die Gedichte von Paul-

Bernhard Berghorn. Denn in seinen Werken passen Form und Inhalt perfekt

zusammen.» 
     Daniel Lay, Schaffhauser Nachrichten, 12/2010

 

«... Paul-Bernhard Berghorn überzeugt mit seiner Rhetorik, gekonnter

Reduktion und Gedankenreichtum. In der Kürze liegt oft die Macht des

Tiefsinns.»

 Jurga Ruesch, Schaffhauser Bock, 7/2011

 

«... Dieser Aphoristiker, dieser Poet, hat einiges zu sagen, was aus seiner Warte

betrachtet, anders aussieht als bei anderen Beobachtern. Seine Darlegungen sind

inter-polykulturell, mehr universell als viele andere Weisheiten, die oft auf

kleinkarierter Küchendecke zustande kommen.»
                

Sybille Forster-Rentmeister, Echoworld Communication, Toronto, 10/2007

 

«... Die Lyrik von Paul-Bernhard Berghorn ist realitätsdicht in ihrem Anspruch,

virtuos in der Ausdrucksfähigkeit.»
               

Hans W. Zink, der Literat, Frankfurt/M, 3/1992

Internet

www.artepura-puraarte.com

www.echoworld.com

www.prolyrica.ch

Facebook Paul-Bernhard Berghorn

 

Mitgliedschaften

 

<Pro Lyrica> Schweizerische Lyrische Gesellschaft, Winterthur

<Ai Miracoli> Musica, Centro Culturale, , Venecia, Italia;

Künstlerkreis Porta, Zürich

Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren, Nürnberg- Wien

Schweizerischer Verein für die deutsche Sprache SVDS, Thalwil/ Zürich

Museum Rietberg, Zürich, Museum für Kunst aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien

 

Lexika

Deutsches Schriftsteller Lexikon, Dietzenbach/D 2003

 

Kontakt oxford1@bluemail.ch

 

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GABY G. BLATTL

 

 

 

geb. 1944 in Wien; vornehmlich Lyrik (frei rhythmisch und in gebundener Form), Dreizeiler verschiedener Themenkreise und Kurzprosa.

  

Lesungen in Österreich, Deutschland, Polen seit 1987.

Veröffentlichungen:

GEDANKEN,‘88,

WAKA ‘90,

JUGENDSTIL ’94, Kreis der Freunde, Walchum

SO, WIE TRÄUME ENDEN (Buch und CD)2001 – Edition Club d’Art – International, Klagenfurt

PHANTASIE EINER REGENNACHT (Buch und CD) edition Musagetes, Wien

und in österreichischen und internationalen Zeitschriften und mehr als 50 Anthologien. Übersetzungen in diverse Sprachen, wie Polnisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Chinesisch und Japanisch. Zahlreiche Vertonungen und Aufführungen durch Norbert Herzog.

Planung und Organisation der Reihe ‘Musik und Poesie’ seit 1997 in Wien.

Neben meiner eigenen schöpferischen Arbeit ist es mir ein Anliegen, Künstler verschiedener Genres zu gemeinsamen Arbeiten und Aktivitäten zu inspirieren.

2001-2008 Repräsentantin der Gesellschaft für Lyrikfreunde für Wien; in dieser Gesellschaft mit der Abwicklung des Leserpreises und des Othmar-Seidner-Jungautorenpreises betraut.

2003-2008 Herausgabe der vierteljährlich erscheinenden ‚Lyrikblätter’.

2003-2008 Herausgabe der jährlich erscheinenden Anthologie des Othmar-Seidner-Jungautorenpreises.

Seit 2004 Obmann der Kulturgemeinschaft DER KREIS.

2007 Gründung der edition Musagetes (bisher 24 Titel erschienen; darunter Othmar Seidner, Karl Karpisek, u.a.)

Anthologie junger Autoren im Rahmen der IgdA 2015 'die nacht in der …'

Anthologie einiger Mitglieder der IgdA 'Feuertanz der Poesie' 

Seit 2008 Übernahme der Geschäftsstelle der Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren e.V. (IgdA) bzw. Redaktion der Zeitschrift IGdA-aktuell.

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Heidrun Böhm, Albstadt

  

Der Virus

 

Es ist nicht zu bestreiten, es hat mich gebrandmarkt. Jeden Tag sitze ich am Computer und schreibe. Das Schreiben mit den Fingern in den Staub auf der Tischplatte gehört zu meinen Gewohnheiten. Nur manchmal bin ich ansprechbar. Auf meinem Speiseplan stehen Buchstabensuppe und russisch Brot. Beim Fegen im Keller formen sich Buchstaben aus Kohlenstaub. Mein Haushalt wird vernachlässigt.

 

Füll und Unwörter bestimmen meinen Alltag. Mit meinem Mann rede ich in Methapern.

 

Der Arzt sagt, diese Krankheit sei unheilbar, Hypnose nütze nichts.

 

Nach ausführlichen Recherchen im Internet wurde mir klar, dass mich ein Virus befallen hat. Er nennt sich „Schriftstellervirus.“ Mein Entschluss diesen Virus zu akzeptieren, steht fest. Wenn man ihn ignoriert, wird er aufdringlich.

 

Heidrun Böhm, geb. 1953 in Albstadt war Mitglied der Autorengruppe Zimmerer in Albstadt. In Zusammenarbeit mit der Autorengruppe, Lesungen, Veröffentlichungen von und in Anthologien. Hobby: Schreiben, lesen, schreiben.

 

1986: erster Preis f.d. beste satirische Kurzgeschichte „Nächstenliebe“ Theodor Greiner Literaturpreis Reutlingen.

  

2008: „Mein Zeichen ist ein Feuerscheit,“ Letzte Anthologie der Autorengruppe, herausgegeben von Heidrun Mußer/Böhm.

  

Seither Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien.

  

Im Mai 2012: „Der Duft der Maiglöckchen,“ Krimisatire, erschienen im Verlagshaus el Gato

  

Blog: http://heidrun-diegedankensindfrei.blogspot.de/

 

  

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Gerd Egelhof

www.gerd-egelhof.de

 

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 Karl-Heinz Garnitz

geb. 03.05.42 in Bamberg, wächst in Bamberg auf und besucht dort die Grundschule und das Gymnasium. Während der Schulzeit beginnt das Spielen mit Worten und es entstehen erste Gedichte und Prosastücke. Einige von seinen frühen Gedichten sind u.a. in seinem Band „Lesebuch für Alpha-beten“ veröffentlicht (Passau 2009). Nach der Schulzeit folgen Aufenthalte in Garmisch-Partenkirchen und auf der Isle of Man im Hexenturm des Autors Gerald B. Gardner. Von 1964 bis 2003 ist Garnitz als Assembler- und Cobol-Programmierer sowie als IT-Organisator und Internetdesigner bei staatlichen und kommunalen Verwaltungen in München und Passau angestellt.

 

Ab 2003, nach dem Eintritt in den Ruhestand, findet Garnitz wieder genügend freie Zeit zum Schreiben. und arbeitet bis 2016 in Waldkirchen (Niederbayern). Im Januar 2016 zieht er aus Altersgründen mit seiner Frau nach Passau um. Garnitz hat sich seit frühester Jugendzeit nicht nur mit schöngeistiger Prosa und Lyrik auseinandergesetzt, sondern auch mit grenzwissenschaftlichen, okkulten und religiösen Themen. In seinem 2012 erschienenen Band Tatsachen, Irrtuemer, Wirrtuemer – Ausflug in normale und absurde Welten (Passau 2012) beschäftigt sich der Autor u.a. mit sogenannten „grenz- wertigen Typen“ und „dunklen Sachverhalten“ aus okkulten und religiösen Bereichen.

 

Im Jahr 2007 erscheint im Waldkirchner Eigenverlag sein Band Michael contra Mithras als ein magisch-religiöser Kultroman, welcher die Einweihungsriten und Lebensumstände der letzten Mithraten zu spätrömischer Zeit beschreibt. 2008 hat Garnitz den Stoff dieses Romans komplett überarbeitet, neu aufbereitet und unter dem Titel  DODICHEUS – Der Untergang der Mithrasreligion (Berlin 2009) ver- öffentlichen lassen. -

 

Der Roman ES BEGANN 1964 – Lebenslinien eines Computerfreaks erscheint 2011 in Berlin und ist ebenso als elektronische Resource vorhanden. Garnitz erzählt in diesem Band die Geschichte eines jungen Mannes, der nach dem Abitur nach München zu seinem Bruder Leo zieht und dort die Liebe seines Lebens und einen Job als Programmierer findet. Im Roman wird das EDV-Computerwissen aus der Frühzeit der Informatik leicht verständlich dargestellt und in eine Münchner Liebesgeschichte hineinverwoben.

  

Bisher erschienene Werke: Stand 30.10.2016

 Michael contra Mithras – Magisch-religiöser Kultroman, Eigenverlag, Waldkirchen, 2007

DODICHEUS – Der Untergang der Mithrasreligion. Berlin 2009

LESEBUCH für Alphabeten – Lyrik und Prosa. Passau 2009

ES BEGANN 1964 – Lebenslinien eines Computerfreaks. Berlin 2011

Für Gratulanten und Sympathisanten. Passau 2012

TATSACHEN – IRRTUEMER – WIRRTUEMER. Passau 2012

SAMMELSURIUM ZUM NACH-DENKEN. Passau 2013

 

Links

Private Homepage des Autors: http://www.garnitz.com/

 

Garnitz auf den Seiten von Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Garnitz

 

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Helmut Glatz

 

 

Geboren 1939 in Eger. Studium der Pädagogik und Psychologie in Augsburg und München.   Rektor i.R. Gründer des Landsberger Autorenkreises. Spielleiter des Marionettentheaters „Am Schnürl“ in Kaufering.

 

Mitglied in folgenden Organisationen:

Eva-Mitterer-Gesellschaft, Wien.

Gesellschaft der Lyrikfreunde, Innsbruck (Repräsentant für Bayern).

Gründer des Landsberger Autorenkreises.

Katholischer Schriftstellerverband Österreichs, Wien.

IGDA Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren.

 

Werkverzeichnis (Auswahl):

1972 Die gestohlene Zahnlücke (Kinderbuch), auch als Taschenbuch und als Schallplatte.

1975 Kolja reitet auf dem Herbstwind (Kinderbuch), auch in Blindenschrift.

1998 Herr Keller verpuppt sich (phantastische Geschichten).

2003 Elfenschloss und Krakenstadt (phantast. Kinderbuch).

2004 Das Wirtshaus im Sachsenrieder Forst (Märchen für Kinder und Erwachsene).

2005 Sturm im Widiwondelland (phantast. Kinderbuch).

2007 Wanderer in Schattenwelten (phantast. Geschichten).

2007 Kennen Sie Nathalie Rülps (Nonsens und heitere Gedichte). 

2010 Der Gesichtsverkäufer, 58 Charaktere (Nonsensgeschichten).

2012 Radibutz im Hut oder von der Schwierigkeit, in 85 Kapiteln eine kleine Maus zu erziehen (Mäuse-Entwicklungsroman)

Furtună ĭn Ţara Widiwondelilor. Sturm im Widiwondelland in rumänischer Übersetzung. Übersetzer: Edmond Nawrotzky-Török.

2016 Professor Mistelmiefs gesammelte Ungereimtheiten (Heitere Gedichte).

2017  Mein Hut, mein Onkel und ich - Geschichten ohne Netz und doppelten Boden,

          Autumnus Verlag, Berlin

Kurzspiele und Schulspieltexte:

Clown? Schööön! Sieben Szenen aus dem Koffer. Impuls Verlag 2014.

Silotin das Wundermittel/ Die gestörte Schreibmaschine. Bärenreiter Spieltexte.

Der Heuschreck auf Quartiersuche. Unda Verlag Stubenberg.

Vorhang auf. Unda Verlag Stubenberg.

Dornröschen auf Wanderschaft. Unda Verlag Stubenberg.

Graf Knickerbocker und die Zauberoma. Unda Verlag Stubenberg.

Der Spiegelschwab in Landsberg, in: Vorhang auf, die Kinder kommen, Theaterstücke für Kinder. Net Verlag Hennef 2011. 

Das fliegende Schiff, in: Von Gespenstern bis zum Kasperl, Theaterstücke für Kinder. Net Verlag Hennef 2014. 

Hans im Glück und der Stein der Weisen, Atlanta Theaterverlag Stage Company razzopenuto Berlin 2014.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

 

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Willy Hänscheid

Jahrgang 1933, verheiratet, 3 Kinder, lebt im Rhein-Siegkreis.

Im Alter von zwanzig Jahren veröffentlichte er bereits die ersten Kurzgeschichten in einer großen westdeutschen Zeitung. Eine Karriere als Autor schien vorgezeichnet. Er erkannte jedoch bald den schwierigen Weg, den man zum Erfolg beschreiten muss, und er wechselte, gegen den Rat des Redakteurs dieser Zeitung, auf einen vermeintlich einfacheren Weg, der ihn in die Technik führte.
Es folgten die Ausbildungen zum Technischen Zeichner, Maschinenschlosser, Industriemeister, Konstrukteur, Mess- und Regeltechniker und Technischen Autor.
Er arbeitete bei verschiedenen namhaften Firmen in der Konstruktion, war zeitweise für Inbetriebnahmen großer Anlagen im Inland und Ausland zuständig und später nur noch als Technischer Autor tätig.
Diese Tätigkeit hat auch seinen Schreibstil geprägt, denn die Texte bestehen aus kurzen, schnörkellosen und verständlichen Sätzen (Beurteilung einer Literaturagentur). Das war eine Voraussetzung für die technischen Anweisungen, die natürlich von jedem Hilfsarbeiter verstanden werden mussten.
 Der Autor hat bisher an die 300 humorvolle, satirische Kurzgeschichten und über 350 Diese Tätigkeit hat auch seinen Schreibstil geprägt, denn die Texte bestehen aus kurzen, schnörkellosen und verständlichen Sätzen (Beurteilung einer Literaturagentur). Das war eine Voraussetzung für die technischen Anweisungen, die natürlich von jedem Hilfsarbeiter verstanden werden mussten.
 Der Autor hat bisher an die 300 humorvolle, satirische Kurzgeschichten und lustige Gedichte verfasst.
In manchen Kritiken vergleicht man ihn schon einmal mit Kishon, Erhard oder Ringelnatz. Aber er schreibt natürlich auch ernsthafte Gedichte, Erzählungen und Romane.

Kurzgeschichten und Gedichte zum Beispiel in 7 Tage, Siegkurier, Stadtmagazin, 65er Nachrichten (eine Zeitschrift für Senioren der Kreisstadt Siegburg, die weltweit auch an deutsche Auswanderer verbreitet wird), Live, IGdA-aktuell, Jahrbuch des Rhein-Siegkreises, Kölnische Rundschau, Maskenball, das boot, Lyrische Seiten, Mauerbruch, Matinee, Faltblatt, Betriebszeitung der Firma Intec.

Außerdem hat er an folgenden Büchern mitgewirkt:

Kinder sind unser Leben, erschienen im wort und mensch-Verlag, Ingendorfer Weg 71, 50829 Köln. Internetadresse: www.wortundmensch.de
Ernst und heiter, erschienen in der Edition Wendepunkt, Hebbelstraße 6, 92637 Weiden.
IGdA-Almanach 1999 und in verschiedene Anthologien, die im Zwiebelzwerg Verlag erschienen sind oder noch erscheinen werden.

Bücher
Ein Kleingeist schreibt (humorvolle und satirische Kurzgeschichten, bei deren Lektüre der Leser endlich wieder einmal schmunzeln kann. Garantiert). Erschienen als Taschenbuch und in der 2. Aufl. als Hardcover im Mauer Verlag, Wittenberger Straße 51, 72108 Rottenburg, www.mauerverlag.de
Eine moderne Epidemie (humorvolle Kurzgeschichten), auch als Taschenbuch im Mauer Verlag erschienen.
Nur ein paar Worte (über 100 lustige Gedichte mit einer ausführlichen Anleitung im Anhang, wie man mit diesen Versen einen humorvollen Vortrag für eine Geburtstagsfeier einfach und ohne große Mühe gestalten kann). Erschienen im Zwiebelzwerg Verlag, Klosterstraße 23, 34439 Willebadessen, www.zwiebelzwerg.de
Lichte Tage im dunklen Herbst (In diesem Roman wird die ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier Senioren als Ermunterung für alle ältere Menschen, auch ihre Gefühle im Alter auszuleben, einfühlsam geschildert. Leider toleriert auch unsere moderne Gesellschaft immer noch die Liebe in der Jugend, reagiert aber mit Unverständnis auf die gleichen Bedürfnisse im Alter). Das Buch wird 2005 ebenfalls im Mauer Verlag erscheinen.
In den Kurzgeschichten und Versen betrachtet er die Phänomene und die Auswüchse der modernen Zeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge, vergleicht sie spöttisch mit den sogenannten guten, alten Zeiten "Aus der Sicht eines Grufties", wie er sich selbst einmal in einem Titel ironisch bezeichnet hat.


Leseprobe (aus dem Buch Ein Kleingeist schreibt)

Wir lassen uns liften

Ich stand vor dem Spiegel. Mein Aussehen gefiel mir überhaupt nicht mehr.
"Das ist dein Alter", sagte meine Frau und schaute ebenfalls prüfend in den Spiegel.
"Dir kann nur noch einer helfen."
"Und wer?"
"Der Schönheitschirurg", sagte meine Frau.
"Ach ja?"
"Das Gesicht liften, den Bauchspeck absaugen ..."
"Und Silikon", unterbrach ich sie.
"Was willst du mit Silikon? Schließlich hast du keine Brüste."
Sie betrachtete mich wie ein Schneider beim Aufmaß für einen neuen Anzug.
"Obwohl ..."
"Obwohl was?"
"Dein Busen ist auch nicht zu verachten."
"Das sind Muskeln", stellte ich entrüstet klar.
Sie war da ganz anderer Ansicht und hielt mir einen Vortrag über Fettpolster. Etwas später hielt sie mir ein Blatt Papier unter die Nase.
"Was ist das?"
"Das Prospekt eines Schönheitschirurgen."
"Und was soll ich damit?"
"Anschauen", sagte meine Frau. "Sieh hier dieses Gesicht! Das ist vorher und das ist nachher."
Das erste Bild zeigte ein ziemlich zerfurchtes Gesicht. Auf dem zweiten Bild war kaum noch eine Falte zu erkennen.
"Das ist ein gewaltiger Beschiss", sagte ich.
"Und wieso?"
"Hier dieses faltenlose Gesicht ..."
"Ja?"
"Du willst mir doch nicht sagen, dass es die selbe Person ist."
"Aber ganz sicher", meinte sie bestimmt. "Die Haut wird gerafft."
"Ach!"
"Man löst die Haut und zieht sie nach oben, bis alles ganz glatt und straff ist."
"Und was ist dann mit den Ohren?"
"Die werden wieder neu eingepasst."
"Was du nicht sagst!"
Ich betrachtete wieder eingehend das Bild.
"Man kann es auch ausfüttern", sagte meine Frau.
"Mit Silikon?"
"Nein, sicher nicht mit Silikon."
"Sondern?"
"Ich weiß es auch nicht so genau", gab sie schließlich zu.
Ich schaute sie an.
"Und es sind doch zwei verschiedene Personen", stellte ich nach einer Weile fest.
"Wieso?"
"Schau hier! Auf diesem Bild nach dem Liften hat die Person etwas am Kinn, was in dem runzeligen Gesicht offensichtlich fehlt."
Meine Frau betrachtete beide Bilder sehr genau und meinte: "Es könnte ein Grübchen sein."
"Das glaube ich nicht."
"Es sieht aber so aus."
"Und wenn schon."
Meine Frau ließ das Blatt sinken.
"Was soll es denn sonst sein?", fragte sie nach einer Weile ärgerlich.
"Es wird der Bauchnabel sein", sagte ich und verzog mich vorsichtshalber aus ihrer Reichweite.

 

***

 

Gabriele von Hippel-Schäfer

  

studierte in Göttingen und Bonn und geht anschließend als Lektorin für deutsche Literatur nach Cambridge. Zwei wichtige Jahre blieb sie in England, eine Zeit, die sie ein Leben lang bereichert hat. Tätigkeit im Schuldienst.

Gesicht und die Geschicke der IGdA wurden von der Dicheterin wesentlich mitbestimmt, sie ist seit 1988 Mitglied und gehörte von 1990 bis 2000 dem Vorstand an.

Ausgezeichnet mit der Rudolf-Descher-Feder.

Aufbrechen der Schneckenhäuser
knirschend - und nackt, verletzlich das Fleisch
windet sich, möchte geborgen
daheim sein in eigenstem Winkel.

Schnecke, der Wind weht!
Wüstensand, Gletscherkälte
in seinem Atem. Nahe Nöte
aus allen Fernen der Welt.
Kein Versteck mehr als Heimat.
Heimat nie mehr Versteck.
Dein Haus muss die runde
Erde sein, deines und deins
und auch deines!

Aufbrechen der Schneckenhäuser
knirschend - noch mag es schmerzen.

 Veröffentlichungen:

4 Eigenbändchen Lyrik (Stein und Stern, 1978; Lieber hinter dem Mond ..., 1984; Leih mir Atem, 1989; Aus dem Dachfenster gesehen, 1996), 2 mit Erzählungen (Die Braut ist glücklich, 1985; Ein Teppich mit Ranken, 1991).

Mitarbeit an Loseblattlexikon und zahlreichen Anthologien; viele Beiträge (Lyrik, erzählende Prosa, Essays, Rezensionen) für Zeitschriften und Zeitungen; auch im WDR.

 

***

 

 

 

Veronika Keuschnigg-Kerber

geboren am 18.10.1967 in Tirol.

 

Ich wuchs mit zwei jüngeren Brüdern in einer Bauernfamilie im idyllischen Bergdorf Steeg auf.

Heute bin ich verheiratet, Mutter von vier Kindern und als Bäuerin und Wortwerkerin tätig.

  

Veröffentlichte Gedichte in Gedichtbänden und Anthologien:

 

2011-2014 (Jahrbuch der Frankfurter Bibliothek)

Farbenbrücken, Kastanienkerzen, Zeit für Freunde (Engelsdorfer Verlag).

2013 „Tränen des Glücks“ (Aurora Verlag)

Ausgewählte Werke XVI. (Bibliothek deutschsprachiger Gedichte).

Lyrischen Lorbeer 2013 (Lorbeer Verlag)

Menschen unterm Sternenhimmel und Frauen - Männer: Anthologie – DUO (Elbverlag)

  

Die Macht der Worte…

 

Auch nur wenige Worte sind imstande-.

unzählige Bilder zu erschaffen.

Als Appell der Fantasie an

Assoziationen, Obsessionen, Sehnsüchte

in der grenzenlosen Weite

unseres Erlebens und Empfindens…

 

v.k.-k.

 

 ***

 

 

Der Lauf des Lebens der Luitgard Kasper – Merbach

 Als 2. Tochter der Gertrud und des Dr. Alfons Kasper wurde ich am 18. 07. 1958 in Schussenried, später Bad Schussenried geboren. Mein Vater war Kunsthistoriker und ab 1962 Autor und Verleger (Dr. Alfons Kasper Verlag Bad Schussenried) der Reihe „Kunstwanderungen“ und seiner Autobiographien. Schon während meiner Kindheit entdeckte ich, angeregt durch den Vater, meine Lust am Erzählen und Schreiben und veröffentlichte einige Gedichte in Zeitschriften. Die Schulzeit verbrachte ich in Bad Schussenried und Biberach. Dann studierte ich von 1978 – 1982 Sozialpädagogik an der Fachhochschule in Esslingen mit Abschluss Diplom – Sozialpädagoge (FH). Danach erhielt ich meine 1. Anstellung an der Sonderschule für mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche. 1983 steuerte ich in den Hafen der Ehe mit Wolfgang Merbach. Ziemlich rasch folgten unsere 3 Kronprinzen „David“ (1984), Damian (1985) und Manuel (1987). Dennoch blieb ich beruflich immer aktiv, anfangs mit Honorartätigkeit, später als sozialpädagogische Leiterin des Treffpunkts für Alleinerziehende, heute als Lehrerin an einer Fachschule für Sozialpädagogik.

Aber auch die Literatur ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich beteiligte mich an der Literaturwerkstatt und bildete mich in Kursen, Fernstudien und Funkkollegs weiter. Im März 2001 schloss ich mein Fernstudium „Literarisches Schreiben“ an der Autoren- Akademie in Frankfurt ab.

Seit 1991 veranstalten mein Mann Wolfgang und ich Erzähl – und Zaubernachmittage zugunsten der tumor – und leukämiekranken Kinder in Ulm.

Im Verlag meines Vaters, der 1986 verstarb und dessen Arbeit wir aufrecht erhalten wollen, erschienen insgesamt 5 Bücher von mir: „Herbstzeitlose“, Lyrik und Prosa; „Wurzeln und Weite“, Lyrik und Prosa“, „Wie schön, dass es Euch gibt“, Erzähl – und Malbuch“, „Herr Mohrer lernt zaubern“ realistisches Kinderbuch; „FensterBilder“, Geschichten und Gedichten.

Außerdem habe ich eine Reihe von Kunstkarten verlegt.
Etliche Gedichte und Kurzgeschichten wurden in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht, u. a. auch schwäbische Glossen.
Für einige Werke erhielt ich Anerkennungen und Preise, z. B. Förderpreis der Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren 1999, Kreissiegerin des Landeslyrikwettbewerbs der Sparte „Profi“ mit dem Gedicht „Am Grab des Dichters“ im Jahr 1999.
Ich bin Mitglied der Autorenvereinigungen „Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren“(seit 1987), der „Signatur“, und des „Arbeitskreises für Jugendliteratur“.

 

 

 

Tulpenzauber

Versinken
in leuchtende
Farbenträume

Einatmen,
Aufnehmen,
Berühren

Tänzelndes
Erspüren

Strahl
um Strahl

Zur Mitte hin
zum Lebenspuls


Erwachen

 

Törle

Wahrzeichen
der Stadt

Tor-
Eingang zur Stille
zum Glauben
zum Einssein

Spuren

Tor-
Grenze
und Schutz


Verweilen kurz,

um Schritte
zu finden
die Seele
zu öffnen
  
Ein lass

 

***

  

Peter J. Kempf

Es war kalt, doch schien die Sonne, an diesem 13. April, an dem meine Cousine zur 1. Hl. Kommunion ging. Ich kam etwas früh. Bereits um 07:00 Uhr wurde die Nabelschnur gekappt, so dass ich rechtzeitig geputzt zur Feier erscheinen konnte. Alice war nicht nachtragend.
Man musste keinen Stuhl beistellen. Alle konnten ihren Hunger stillen, ohne auf meinen Rücksicht zu nehmen, bei dieser Kommunionfeier am Weißen Sonntag 1947 im saarländischen Niederwürzbach. Nach der Volksschule erlernte ich bei den Saarbergwerken das Handwerk eines Elektro-Mechanikers. Dreieinhalb Jahre lang zog ich als Betriebselektriker in 450 Meter Tiefe vor Ort die Strippen.
Dann zog ich die Uniform an und wurde Polizist. Interessant, doch nicht einfach, der Staatsdienst. 1985 sah ich mich genötigt eine Erzählung zu schreiben. Na, ja… Die innerdienstlichen Auseinandersetzungen…
Es sind Jahre in den Wind gegangen. Frau, Tochter, Enkelin und Schwiegersohn bemerkten eines Tages, dass ich das Koppel an den Nagel gehängt und die 9mm auf der Waffenkammer abgegeben hatte. Eine Lesung eines Freundes, der damals noch nicht mein Freund war, brachte mich wieder zum Schreiben.

Geh' und komme, was da mag! - R.G. Fischer Verlag
Veröffentlichung von Lyrik in unterschiedlichsten Anthologien

 

Worte

Das Wort wurde in den Tag geschleudert
Gebar im Straßenstaub seinen Sinn
Bewegte sich im Schein des Lichts
Doch Schatten fiel nirgendwo hin
Menschenwort-trownehcsneM
 
 

Das Leben

Zeit steht im Raum
          Bewegung ist der Traum
vom Blatt, das fällt.
          Es war einmal...
  

Der Weg nach Ultimo

Der Wind treibt die Zeit voran
Er säuselt bloß - kein Orkan
Lässig schlendert er durch den Raum
Leise klingt sein Lied- man vernimmt es kaum
Und die Zeit bewegt sich fort
Hie ein Ort und auch dort
Bleiben auf ihrem Weg zurück
Der immer länger, Stück für Stück

So begeben wir uns von Ort zu Ort
Von West nach Ost, von Süd nach Nord
Wir treiben mit den Winden
Hoffend, das Glück zu finden

Der Wind treibt die Zeit voran
Legt sich plötzlich, kaum dass er begann
Er trieb die Zeit kein großes Stück
Nicht viele Orte blieben am Weg zurück
Nicht weit führte uns des Windes Weg
Er ist zu Ende vor dem Steg
Der uns ins Jenseits führt
Hier wird kein Wind verspürt
Auf der Stelle steht die Zeit
Als Monument der Ewigkeit !

aus "adagio"
  

Regenmelodie

Fällt Regen mit kaltem Wind
Heulend und trommelnd, als
spiele ein Kind -
Und werden die Blätter zu
buntem Grau;
scheint auch der Himmel weniger

***

 

 

Martin Kirchhoff

 

wurde am 23. November 1954 in Leonberg / Baden-Württemberg geboren, besuchte in Leonberg die Schule, machte die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in Stuttgart, war anschließend in der Verwaltung des öffentlichen Dienstes tätig. Martin Kirchhoff arbeitet nun als Korrektor in einem Zeitungsverlag und wohnt in Weil der Stadt.

Martin Kirchhoff schreibt seit vielen Jahren Gedichte und Kurzgeschichten, mit denen er sich seit Anfang 1984 an die Öffentlichkeit wendet. Seither mehr als 300 Veröffentlichungen in Zeitschriften, Magazinen, Zeitungen und Anthologien * in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Italien, Malta, Russland, Schweden (F), Spanien, Ukraine, China, Israel, Indien, Japan (F), Zimbabwe, Argentinien, Brasilien, U.S.A, Neuseeland. und zahlreichen Lesungen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Hessen und Wien. * (F) = Film)

Zu den Gedichten und Kurzgeschichten kommen Satiren und Kabaretttexte hinzu, ferner schreibt er seinen ersten Roman unter dem Arbeitstitel >>Bis das Glas zerbricht<<. 

Martin Kirchhoff besuchte die Literaturwerkstatt im Schriftstellerhaus Stuttgart und etliche Seminare des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Zwischen dem 19.10.1998 und dem 2.11.1998 waren zwei seiner Kurzgeschichten im Literaturtelefon Stuttgart hörbar.

Bücher:

Neumondnacht und Augenblick, The World of Books, 1989

Der Felsenlacher. Erzählungen, Alkyon Verlag ISBN 3-933292-60-3, 2002

Im Garten meines Schweigens - Gedichte, Mauer Verlag, ISBN 3-935121-84-9, 2002

Jenseits der Wege - Gedichte, Wiesenburg Verlag ISBN 978-3-942063—91-3, 2011

Der Felsenlacher. Erzählungen< Edition Bärenklau Berlin,Wiederveröffentlichung, E-Book,

Januar 2016

Preise:

Kreissieger Böblingen im Landeslyrikpreis Baden-Württemberg 1999

Kurzgeschichte 2001 – 1. Preis –Bench Press, Grabenstetten Poet 2004,

The International Poetry Translation and Research Centre, Chongquin, China

1. Preis immodestiale’06, Ludwigsburg, März 2006

1. Preis Kurzgeschichtenpreis „Plochinger Einseiter“, Plochingen, November 2006

 

 

 

Lesungen in: Au / Hallertau, Augsburg, Backnang, Baden-Baden, Bad Rappenau, Berlin, Bietigheim-Bissingen, Böblingen, Braunschweig, Calw, Ditzingen, Esslingen, Fellbach, Flawil (Schweiz), Freiburg, Friedrichshafen, Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Kirchhheim / Teck, Langen, Leonberg, Leutenbach, Ludwigsburg, Magstadt, Mainz, Marbach a.N., Mühlacker, Murr, Offenburg, Plochingen, Pforzheim, Sindelfingen, Steinheim / Murr, Schorndorf, Schwäbisch Hall, Stuttgart, Tamm, Ulm, Waiblingen, Weil der Stadt, Weinstadt (Endersbach; Beutelsbach), Weissach, Welzheim, Wildbad, Wien, Winnenden

 

 

***

 

 

 

 

Maria-Luise Kleineberg

 

M - itmenschlichkeit wird in meinem Beruf als Seelsorgerin groß geschrieben
A - utorin bin ich in meiner Freizeit und ein Roman ist in Arbeit
R - eisen würde ich immer gerne nach Italien
I - die IGdA ist mir ans Herz gewachsen
A - theismus ist für mich ein Fremdwort

L - ese am liebsten italienisch, aber mit dem Verstehen hapert es
U - nternehme gerne Touren mit meinen Walking Stöcken
I - nteressiere mich für Kunst und Kultur
S - spiele Theater, Gitarre, Klavier und Zither
E - ntdecke immer wieder neu, dass das Glück im Kleinen Liegt

K - reativität ist mein Lebenselexier
L - edig bin ich
E - ssen gehe ich am liebsten italienisch
I - nteressiere mich für Mensch und Natur
N - ichtraucher bin ich nicht immer gewesen
E - rlebe Begegnungen mit Menschen als Bereicherung
B - untheit mag ich, es gibt keinen grauen Alltag
E - ngel, Kinder, Tiere liebe ich besonders
R - omy Sharon ist mein Pseudonym
G - laube, dass Träume erfüllt werden, wenn ich zuvor aufwache

 

Sommerregen

Liebreiz über dem Gras,
das sich im Tau ertränkt
durchsichtig wie aus Glas
hat sich der Tropf erhängt.

Netzwerk über dem Grün,
das sich die Spinn`erbaut,
möcht' der Tropf weiter zieh'n
und findet keinen Laut.

Lichtspiel über dem Hain,
das sich am Gold berauscht,
spiegelnd im Sonnenschein
hat sich der Tropf verbraucht.

Anmut über dem Land,
das sich der Wolken wehrt
selig im Silberband
der Tropf im Nass entleert.

 

 

Märchenfee

Nektarmund gemalter Wortakt
geschmückt im Sophiengewand,
verzaubert dein Herz elfennackt
trotzend der Uhr stürmischen Sand.

Sanduhrlauf verrinter Zauber
getanzt im Buchstabengewand,
verziert Honigmoral sauber
siegend der Lieb`magisches Band.

Elfenbrust bespukter Wortschwall
getarnt im Himmelblaugewand,
verführt dein Seelenwiderhall
liebend der Weisheit Märchenland.

 

***

 

Ich wünsche dir ein Nebelhorn,
wenn dein Blick vom Licht geblendet,
daß dich die Sehnsucht treibt nach vorn,
Hören sich dem Herz zuwendet.

Ich wünsche dir den Harfenklang,
wenn Mißtöne dein Ohr verstimmt,
daß dich dein eig`ner Seelensang
mit Durchblick dir die Nächte nimmt.

Ich wünsche dir den Flügelschlag,
wenn dich deine Schritte lähmen,
dass du erhebst zum Sonnensang,
Fliegen sich des Flugs nicht schämen.

***

 

Heiko M. Kosow

 

 

wurde 1947 in Wettringen/Kreis Steinfurt geboren. Nach dem Studium der Sozial- und Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und einem Referendariat als Diplom-Sozialwissenschaftler trat ich in den Verwaltungsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Zuletzt war ich Regierungsvizepräsident in Arnsberg. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter und vier Enkel. Heute lebe ich in Münster. Ich bin unter den Platzierten beim Dorstener Lyrikpreis 2013.

  

Im Sommer des Jahres 2011 habe ich angefangen einen Gedanken, ein Gefühl, ein Ereignis oder ein Erlebnis der vergangenen Woche zum Sonntag mit lyrischer Freiheit in ein Gedicht zu fassen. Daher der Titel „Meine Sonntagsgedichte“. Einige Gedichte scheinen eine sehr persönliche Note zu haben. Ich hoffe dennoch, dass sich viele Leserinnen und Leser mit ihren Gefühlen, Gedanken und Erlebnissen wiederfinden oder ähnliche Wünsche haben … .

  

Bibliographie:

 

Von seinen über 190 Gedichten sind bisher mehr als 160 in 24 Anthologien und Zeitschriften erschienen:

  

Auslese zum Jahreswechsel 2013/2014, Frieling-Verlag, Berlin;

Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte, Ausgewählte Werke XVI (2013), Realis Verlags-GmbH, Gräfelfing;

Das Gedicht lebt – Ausgabe 2013 -, R.G. Fischer-Verlag, Frankfurt;

Der Frühling nähert sich – Erzählungen und Gedichte -, Durante Edition, Engelsdorfer Verlag, Leipzig;

Frühjahr im Schnee – Gedichte-, Peter Frank, Hans Sonntag, Manfred Burba, Heiko M. Kosow u.v.a., Durante Edition, Engelsdorfer Verlag, Leipzig;

frühlings stimmung(s) poesie Band 1 - Frühlings-Anthologie 2013 -, Novum Verlag Neckenmarkt;

frühlings stimmung(s) poesie - Frühlings-Anthologie 2014 -, Novum Verlag Neckenmarkt;

Gedicht und Gesellschaft 2014, Jahrbuch für das neue Gedicht, Brentano-Gesellschaft, Frankfurt;

Gedicht und Gesellschaft 2015, Jahrbuch für das neue Gedicht, Brentano-Gesellschaft, Frankfurt;

Gefundene Ruhe – Gedichte-, Ingrid Baumgart-Fütterer, Heiko M. Kosow, Manuela Angelika Rapino u.v.a., Durante Edition, Engelsdorfer Verlag, Leipzig; 2014

IGdA-aktuell, Organ der Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren, 38. Jahrg. 2014 ,Heft 3

Ly-La-Lyrik (2013), Frieling-Verlag, Berlin;

Lyrik und Prosa unserer Zeit – Neue Folge – Band 16, Karin Fischer-Verlag, Aachen; 2013

Lyrische Kopfgeburten – Gedichts-Anthologie-, EPLA-Verlag, Ganderkesee;

nebel streif-zug der Literatur Band 1 - Herbst-Anthologie 2013 – Novum Verlag, Neckenmarkt;

Sommer im Norden – Gedichte-, Durante Edition, Engelsdorfer Verlag, Leipzig;

text cocktail mix Band 1 - Sommer-Anthologie 2013 - Novum Verlag, Neckenmarkt;

Träumende Tonspur - Lyrischer Lorbeer 2014 – Lorbeer-Verlag, Bielefeld; 2014

Weihnachtliches, EPLA-Verlag, Ganderkesee;

Welt der Poesie“ (2013), Frieling-Verlag, Berlin;

winter märchen haft Band 1 -Winteranthologie 2013 -, Novum Verlag, Neckenmarkt;

winter märchen haft - Winteranthologie 2014 -, Novum Verlag, Neckenmarkt; 2014

Wo die Liebe hinfällt – Anthologie-, EPLA-Verlag, Ganderkesee;

Worte reden – Worte schweigen, - Dostener Literaturpreis 2013 -, H.W.-Verlag, Dorsten.

 


***

 

 

Florin Müller

 

wurde in Fetesti/Rumänien geboren und verbrachte die ersten vier Lebensjahre in  einem Waisenhaus in Slobozia, in das sein Vater ihn unmittelbar nach der Geburt abgegeben hatte. Im September 1998 wurde er von einem deutschen Ehepaar adoptiert.
"Es war kein glücklicher Umstand, der mein Dasein einst richtungsorientiert der Welt zukommen ließ. Zum Glück gehört Glück, und Glück war nicht mein diensthabender Begleiter, als ich am 2. Dezember 1994 fern eines Gedankens an glückliche Zukunft geboren wurde. Es war vielmehr ein Unglück, solch ein gebrochenes, erdfeindliches Wesen in solch eine erdfeindliche Welt zu entlassen, erdfeindlich, weil sie herzlos und erbarmungslos war.

 

Glück bahnte sich einen Weg zu mir, denn es waren schöne Leute gekommen, die Lust hatten, keinem richtigen tollen Jungen zu essen zu geben und ihn zu ihrem Kind zu machen, sondern sie hatten Herz für einen entsetzlichen, der Liebe unerfahrenen Jungen und kauften ihn."

Nach vielen Jahren zwischen Verzweiflung und Hoffnung und der vermuteten Diagnose 100% geistige Behinderung erhielten die Adoptiveltern 2004 endlich die Begründung für Florins auffälliges Verhalten und seine Unfähigkeit zu sprechen: Frühkindlicher Autismus (Kanner Syndrom).
Er erhielt nun gezielte Therapien, erlernte die Gebärdensprache und die Möglichkeit, sich mittels Bild-und Wortkarten zu verständigen.
2011 wurde eine Therapeutin in der Schule für geistige Entwicklung, die Florin Müller besuchte, auf ihn aufmerksam und bot ihm das Schreiben am Computer mittels der Methode der Gestützten Kommunikation (FC) an. Ihr fiel auch seine ausgeprägte literarische Begabung auf. Schon nach kurzer Zeit lehnte Florin Müller die Stütze (FC) mehr und mehr ab und äußerte den Wunsch, alleine zu schreiben.

"Während ich über viele Jahre, zu viele Jahre in hoffnungslosem Dasein anwesend war - wohl gemerkt nur anwesend, denn Leben kann man diesen Seinszustand nicht nennen - begann ich nun, nicht mehr nur zu wünschen, sondern auch daran zu glauben, endlich einen wesentlichen Schritt im Leben erreichen zu können und wagte es daher, bereits dieses Ziel als Leben zu bezeichnen und nicht mehr nur als Anwesendsein."
Neben der Schule für geistige Entwicklung belegte Florin Müller 2013 an einer Fernschule Kurse zur Erlangung des Hauptschulabschlusses und konnte diesen vorgezogen bereits nach knapp 15 Monaten mit der Gesamtnote "sehr gut" ablegen.
Auffallend war auch an der Fernschule sein besonderes Interesse am Fach Deutsch und seine besondere Fähigkeit, sich in lyrischer Form auszudrücken.
"Besonders gerne schreibe ich Gedichte. Gedichte gefallen mir sehr gut, denn ein Gedicht irrt sich nicht. Damit meine ich: Es ist das tiefe Innere des Dichters, was er nur auf diese Weise nach außen tragen kann. So geht es auch mir."
Seit 2015 nimmt Florin Müller immer wieder an Literatur-Wettbewerben teil und gehörte im Sommer 2015 mit seinem Gedicht "leben für Leben" zu den ausgewählten Autoren des Wettbewerbs "GrenzenLos Vielfalt leben" im Rahmen der 10. Bonner Buchmesse Migration.
Im November 2016 erschien im Ganymed Verlag sein erstes Buch, eine Autobiographie mit begleitenden Texten seiner Adoptivmutter: "Die Reise zum leuchtenden Stern oder Ein Astronaut im Weltall".
In diesem Buch richtet sich Florin Müller mit folgender Botschaft an die Leser:
"Hiermit möchte ich erreichen, dass trübe, essentiell gegen Euch selbst gerichtete Gedanken weichen und Euch hoffnungsgeladenen Durchbruch wollen, erreichen und auch akzeptieren lassen."
Zusammen mit seinem ebenfalls nicht sprechenden autistischen Freund Julian Bodem, der für das erste Buch u.a. das Titelbild gestaltet hatte, arbeitet Florin Müller zur Zeit an einem zweiten Buch, das voraussichtlich Ende 2017 wieder im Ganymed Verlag erscheint. In "Bilder und Worte des Lebens" möchten die beiden jungen Autoren (Julian Bodem ist Jahrgang 1991) versuchen, ihre Gefühle und Gedanken durch Bilder und Gedichte zum Ausdruck zu bringen und sich dadurch den Mitmenschen ein Stück weit zu erklären.
Veröffentlichungen:
⁃ "leben für Leben" in: BIM e.V. (Hrsg) "GrenzenLos - Vielfalt leben", Ausgewählte Gedichte, Literaturwettbewerb zur 10. Bonner Buchmesse Migration, Schriftenreihe Migration und Literatur Band 25, Free Pen Verlag Bonn, 2015, S. 69.
⁃ "leben für Leben", "Schnee", "Danke" in: Jacob, B., Koman, L. u.a. "Der Abend vor Silvester ", Erzählungen und Gedichte, Dorante Edition Berlin, 2015, S.25-26.
⁃ "Lebenshilfe" ein Gedicht zum 50. Geburtstag und Grußwort in: Überblick - 50 Jahre Vielfalt, Magazin der Lebenshilfe Völklingen, 2015, S. 15.
⁃ "Die Reise zum leuchtenden Stern oder Ein Astronaut im Weltall", Ganymed Edition, 2016.
Mitgliedschaften:
⁃ Mitglied von "Autism Authors": Leitung Dr. Linda Barboa, Sprachpathologin und Autismus-Autorin, Missouri State University, USA.
⁃ Referent für den Themenbereich "frühkindlicher Autismus" beim Pädagogischen Landesinstitut Rheinland Pfalz, Speyer.

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Matthias Stark

1963 in Radeberg geboren, wohnt in Stolpen.

Er veröffentliche Lyrik und Prosa bisher in zahlreichen Anthologien, sowie als Autor und Herausgeber mehrere Bücher.

www.stark-stolpen.de

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Sabine Vess

 

 

Ich liebe Peru seit meinem ersten Aufenthalt dort am mächtigen Ukayali in sumpfiger Hitze Tag und Nacht.
Im Denguefieber würge ich meine Mutter - sie ist tot, ist ja schon tot - höre mich lachen, entsetzlich lachen. Du stirbst erst beim zweiten Anfall, immun wirst du nicht.

 

Dann werde ich gebeten die Kreativität von Webern, Gold- und Silberschmieden und Töpfern der Anden zu schüren; in dünner Luft, brennenden Mittagen, kalten Nächten, Höhen überwindend, die mir Himmel und Erde blutdurchtränken.
Nicht einschlafen, höre ich, nicht einschlafen.

 

Wieder fahren wir von Lima nach Norden durch die endlose graue Wüste grenzend ans Meer. Hier und da Wegweiser nach Stätten von einst, Kreuze für Tote von jetzt wie manchmal ein Wort, eine Gebärde in der Stille zwischen uns. Die Städte entlang der Küste stinken nach Fisch.

 

Die Straße hoch in die Anden führt durch Zitterstadt (Tembladera), wo eine Malaria herrscht, die Menschen für immer zittern lässt.

 

Zwei Wochen später, eintauchend in die graue Wüste bei Trujillo, herrscht schlagartig Nacht, ist die Wüste schwarz; ab und zu ein paar Lichter. Noch sechs Stunden. Wir singen, sprechen, ab und zu schiebe ich dir ein Stück Schokolade in den Mund. Nicht einschlafen. Du erzählst von den toten Frauen, die um Mitternacht ihre Gräber verlassen, die Panamericana überqueren, den Truckern die Köpfe verdrehen.


 

Gegen Mitternacht erreichen wir Lima.

 

 

Ich bin 1940 in Berlin geboren, ging in Göttingen und Heidelberg zur Schule. Seit 1961 lebe ich in den Niederlanden.

 

Ich zeichne, male, schreibe.

 

Sabine Vess

 

Gisbert Schairtweg 62

 

NL-5301 XE Zaltbommel

 

T: +31 418 516061

 

W: www.sabinevess.nl

 

E: sabine.vess@xs4all.nl

 

 

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Michel Vian

 

   geboren 1950 in Graz, ist im Arbeitermilieu aufgewachsen und hat nach Beendigung der Pflichtschule eine Mechanikerlehre absolviert. Nach Abschluss der Abendmatura und des Maschinenbau-studiums folgte eine mehrjährige Industrietätigkeit.

Er war zuletzt Lehrer an einer Höheren Technischen Lehranstalt und ist jetzt in Pension.

Sein literarisches Genre sind Dramen, bis jetzt unveröffentlicht, und Prosa.

Groteske: Der Berufene“ (2008)

Erzählungen, Essays: Bittersüße Bonbonnière (2009)

Kriminalstück: Schulgasse Nr.14 (2010)

Veröffentlichungen 

Beitrag zur Festschrift der HTBLA „Zum Frühstück Newton“ 1998

Beitrag zur Festschrift der HTBLA „Geschichte der Weißen Rose“ 2003

Kulturmagazin Reibeisen „Unterwegs in das gelobte Land“ Jg. 28 /2011

div. Lesungen in Graz

Kulturmagazin Reibeisen „Karin“ Romanentwurf Jg. 32 / 2015

IGdA Zeitschrift f. Literatur, Kunst und Kritik „Roquefort allein“ Jg. 39 / 2015

Kulturmagazin Reibeisen „ Piskescheks Erzählungen“ Jg. 33 / 2016

Kulturmagazin Reibeisen „Den Bach entlang“ Jg. 34 / 2017

IGdA Zeitschrift f. Literatur, Kunst und Kritik „Denn sie wissen nicht.“Jg.41 / 2017

  

Die Bratwurst

Der Himmel steckt in einer „Bratwurscht“ oder sollte ich besser sagen Bratwurst, damit man mich auch andernorts versteht. Diese baumelt zeitweise sichtbar, zeitweise aus unserem Blickfeld aber vor unserer Nase. Sie bewirkt Frohsinn in uns. Sie macht uns Hoffnung. Hoffnung unseren grenzenlosen Hunger nach Liebe und Gerechtigkeit zu stillen, irgendwann einmal. Es gibt Menschen die behaupten, alles, das gesamte Universum sei ohne Sinn, so einfach zufällig und ohne Absicht. Von der Bratwurst kann man dies jedoch nicht behaupten. Sie macht Hoffnung am Ende der Mühsal das gelobte Land der Liebe und Gerechtigkeit betreten zu können. Doch wie war das damals mit dem versprochenen Land, das wir bewohnen sollten. Einst tanzten wir um das Kalbsfell und derjenige, der uns das Gesetz brachte durfte das Land nicht betreten. Vielleicht tanzen wir heute noch immer um das Kalbsfell, dieses Mal sind die Sünden jedoch andere geworden. Ja auch die Sünden unterliegen dem Wandel der Zeit. Hat schon je einer das gelobte Land gesehen in unseren Tagen? Ist das eine Mär, die Geschichte vom gelobten Land. Gibt es das gelobte Land überhaupt oder sündigen wir wieder in dem Ausmaß wie damals als uns das Gesetz gebracht wurde oder noch etwas mehr und etwas rücksichtsloser? Was sollen wir unseren Kindern erzählen? Soll man zu ihnen sagen, wenn ihr schön artig seid und nicht sündigt werdet ihr das gelobte Land betreten und die Bratwurst schauen. Das Problem unserer Zeit ist jedoch, dass wir unseren Kindern gar nichts mehr sagen oder jedenfalls nur etwas was sich zwischen zwei Mausklicken ausgeht. Liebe und Gerechtigkeit, danach sehnt sich jeder und die Bratwurst will uns dies versprechen. Der Gegenpol des Himmels, der in der Bratwurst steckt, ist die Hölle. Die Hölle ist all das Gegenteil von Liebe und Gerechtigkeit. Es gibt aber keine Hölle. Irgendwo! Irgendwo im Universum. Hölle das sind wir uns selbst. Wir machen das Leben, unser Leben, das Leben des Nächsten zur Hölle. Sünden gegen ein Gesetz, was zählen sie? Die wahren Sünden begehen wir gegen Umwelt, Mitmensch oder unsere Tierwelt oder gegen uns selbst. Der Mensch als Beherrscher dieses wunderschönen Planeten wird lernen müssen im rechten Maß mit sich und dem Rest dieser Welt zu leben oder er wird die Bratwurst niemals geschenkt bekommen.

 

 

 

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